Flugplatz Brandenburg Briest (NVA LSK/LV THG-34, HAG-35)

 
Deutschland /E/

Allgemein

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
KoordinatenN522615 E0122716 (WGS84)
HNN31 m
ICAO Location IndicatorETBB (ab ca. 1985), EDUB (2000)
BetreiberNVA LSK/LV
Flugplatz-Nummer2134

Lage Flugplatz

Der Flugplatz liegt ca. 6,5 km nordwestlich der Ortsmitte von Brandenburg und südöstlich von Briest.

Nutzung bis 1945

Der Platz wurde zwischen 1912 und 1914 eröffnet. Später diente er als Fliegerhorst der Luftwaffe.

Nutzung im Kalten Krieg

1945 bis 1956 Nutzung durch die Rote Armee, 1957 bis 1990 Flugplatz der Nationalen Volksarmee.

Heutige Nutzung

1990 bis 1994 Nutzung des Platzes durch die Bundeswehr, jetzt allgemeine Luftfahrt.

Flugbetriebsflächen

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Start- und Landebahnen

Angaben für die 1980er Jahre:

Bez.LängeBreiteBelagBemerkungen
07/252441,8 m40 mBetonDie ersten 1150 m im Osten Breite 60 m.
07/251000 m150 mGrasNotlandebahn, südlich der Beton-SLB.

Die Start- und Landebahn hatte eine Landebahnbefeuerung. .

Rollwege und Abstellflächen

Die Ringrollbahn war nicht befeuert.

Belade- und Abstellplatz für An-26 am Ostende auf der Vorstartfläche.

Funknavigation

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Angaben für die 1980er Jahre:

 StationFreq.KennungPositionBemerkungen
RSBNKanal 36UTN522611 E0122737 (S42/83)
HLR 253FFF303UT4000 mwar nicht entfaltet
NFF625U1000 m; N522636 E0122912 (S42/83)
NLR 073FFF1154CR4000 mwar nicht entfaltet
NFF275C1000 mnicht ständig entfaltet
HLRHauptlanderichtung
NLRNebenlanderichtung
FFFFernfunkfeuer
NFFNahfunkfeuer
RSBNNahnavigationssystem

Kommunikation

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Flugfunk

Angaben für die 1980er Jahre:

Das Rufzeichen des Flugplatzes war UNRECHT.

Frequenzen: Flugleiter: 135,583 (Kanal 7) und 124.0 (Kanal 1) UNRECHT-START; Peiler: 130,0 (Kanal 4) UNRECHT-PELENG. Der Standort des Peilers war N522636 E0120108 (S42/83). Er arbeitete im 24h-Betrieb. (1990).

Telefon

Sondernetz/Stabsnetz S1 53628, Tarnnamen im Jahre 1990: HÄKELGARN und PILZKUNDE (Gefechtsstand)

Richtfunknetz RFN: Über die Bezirksrichtfunkzentrale Potsdam, Fernsprechnummer 935. Tarnname "Unbehagen" (1978) bzw. "Waagschale" (1987)

Luftraum und Verfahren

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Karten

Nachfolgende Karten stammen aus dem 'Verzeichnis 012 - Flugnavigationsinformationen der Flugplätze der NVA und der Grenztruppen der DDR' aus dem Jahre 1989. Das Dokument war 'Geheime Verschlußsache'

Lage des Flugplatzes. Dargestellt sind Luftstraßen, Funkfeuer, Meldepunkte sowie andere NVA-Flugplätze.
Lage des Flugplatzes Brandenburg-Briest (1989)
Abflugrouten für Startrichtung 253° und 073° zu den Örtlichen Fluglinien (gestrichelte Linien) sowie zur Luftstraße (Funkfeuer HKF)
Abflugrouten (1989)
Anflug des Platzes in Hauptlanderichtung 253°
Anflug 253° (1989)
Anflug des Platzes in Nebenlanderichtung 073°
Anflug 073° (1989)
Flugplatzkarte
Flugplatzkarte (1989)  

Standardflugstrecken

"Flüge der LSK/LV der NVA und der LSK der GSSD im Rahmen der Gefechtsausbildung sind entsprechend der Grafik der Flugtage / -nächte auf der Grundlage der "Hauptflugregeln zum Fliegen im Luftraum der Deutschen Demokratischen Republik" auf Standardflugstrecken in den dazu festgelegten Flughöhen durchzuführen. ..." (Quelle: "Verzeichnis der Standardflugstrecken der LSK/LV der NVA und der LSK der GSSD"

Stand 1989:

843 Brandenburg, Butzow, Buschow, Wudicke, Genthin, Karow, Schmerzke, Brandenburg
Flughöhe: 25 - 600 m
Nur nach Abstimmung mit der VHZ (wenn keine Anflüge zum SP Wittstock in 300 m aus Süd)

844 Brandenburg, Wollin, Parchen, Schmetzdorf, Brandenburg
Flughöhe: 100 - 500 m

845 Brandenburg, Mögelin, SP Klietz, Wust, Möthlitz, Brandenburg
Flughöhe: 100 bis 300 m

846 Brandenburg, Wiesenburg, Coswig, Dessau, Aken, Schönebeck, Niegripp, Genthin, Brandenburg
Flughöhe: 15 bis 500 m
Nur nach Abstimmung mit der VHZ wenn die Strecken 473 oder 543 nicht beflogen werden.

847 Brandenburg, Wollin, Parchen, Schmetzdorf, Brandenburg
Flughöhe: 15 bis 500 m

848 Brandenburg, Butzow, Roskow. Lucksfleiss, Dretzen, Kade, Groß-Demsin, Briest, Jerchel, Kieck, Brandenburg
Flughöhe: 15 bis 500 m

849 Brandenburg, Tremmen, Stechow, Sieversdorf, Strodehne, Hohennauen, Brandenburg
Flughöhe: 100 bis 300 m
(Nur wenn am Landeplatz Rhinow nicht geflogen wird)

850 Brandenburg, Tremmen, Stechow, Klessow, Neustadt (Dosse), Sieversdorf, Strodehme, Hohennauen, Brandenburg
Flughöhe: 100 bis 300 m

851 Brandenburg, Tremmen, Wollin, Brandenstein, Genthin, Wust, Brandenburg
Flughöhe: 15 bis 300 m

Standardflugstrecken vom Flugplatz Briest
Standardflugstrecken  

Einheiten

Im Zusammenhang mit dem Flugplatzes waren 1990 folgende Einheiten stationiert:

- Transporthubschraubergeschwader 34 (THG-34, Postfach PF 43814)

- Fliegertechnisches Bataillon 34 (FTB-34, PF 33623)

- Hubschrauberausbildungsgeschwader 35 (HAG-35, PF 78343)

- Fliegertechnisches Bataillon 35 (FTB-35, PF 78374)

- Teile Offiziershochschule der LSK/LV für Militärflieger "Otto Lilienthal" (OHS MF, Postfach 78396)

Liegenschaften

Der Flugplatz hatte die Objektnummer 04/029 oder 04/034.
Das Tanklager wurde 1962 bis 1969 errichtet.


Einheiten und Objekte der NVA
Ein eBook von mil-airfields.de

Einrichtungen

Es gab eine Anschlussbahn aus südöstlicher Richtung.

Flugsimulator

Der Flugplatz ist in der wunderbaren Szenerie gdr_mil7 von Michael Spengler im Zustand um 1990 modelliert.

Flugplatzkarte
Karte
Abgestellte Hubschrauber Mi-8 in Briest
Abgestellte Hubschrauber

Links

Briest
Ortsvorstellung Briest
http://www.potsdam-mittelmark.de/landkreis/cpmweb/briest.htm

Die Ausbildung zum Hubschrauberführer der NVA - Flugplatz Briest
Detaillierte Informationen, Karten und Luftbild sowie Bilder aus dem Jahre 2005
http://www.nva-flieger.de/_tl/index.php/nva-hs-plaetze/brandenburg-briest.h...

USMLM Unit History 1982
Notiz zur Verlegung aller Kampfhubschrauber von Briest nach Cottbus
http://www.history.hqusareur.army.mil/uslmannual.htm

Towerdrive
Geschichte des THG-34
http://home.snafu.de/veith/thg-34.htm

Towerdrive
Geschichte des HAG-35
http://home.snafu.de/veith/hag-35.htm

Literatur

Ries, Karl; Dierich, Wolfgang:
'Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe'
Motorbuch Verlag Stuttgart, 1993
Alliierte Planskizze

Zapf, Jürgen:
'Flugplätze der Luftwaffe 1934-1945 - und was davon übrig blieb / Berlin & Brandenburg'
VDM Heinz Nickel, Zweibrücken, 2001
7,5 Seiten Beschreibung, Plan und Luftbilder sowie ein aktuelles Foto

Freundt, Lutz:
'Sowjetische Fliegerkräfte in Deutschland 1945-1994, Band 1'
Freundt Eigenverlag, Diepholz 1998
Kurze Beschreibung der Nutzung durch die Rote Armee, ein Luftbild aus dem Jahre 1953.

Bußmann, Kleest, Freundt:
'"11-80, katapultieren Sie!"'
AeroLit - Verlag und Medienvertrieb, Berlin, 2004
Enthält Kurzbeschreibungen von Flugunfällen u.a. in Briest

Flugplätze in der Umgebung

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!

Klein Kreutz: 94°/8 km