Flugplatz Eilenburg Rote Jahne / Mörtitz

 
Deutschland /E/

Allgemein

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
LocationN5130 E01241
HNN / Elevation335'
Betreiber / OperatorMfS (Stasi) / Ministry of State Security
Flugplatz-Nr. / Airfield-ID2002

Der Flugplatz befand sich ca. 5 km nordöstlich von Eilenburg und 2,5 km östlich von Mörtitz.

In der NVA wurde er als "Eilenburg" mit der Flugplatznummer 2002 geführt. Die NATO-Bezeichnung war "Mörtitz".

Der Platz wurde in den 1930er Jahren gebaut. Zu DDR-Zeiten wurde er vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS, Stasi) betrieben. Hier befand sich die Fallschirmspringerausbildung des Sportclubs Dynamo, weshalb dieser Flugplatz trotz seines militärischen Charakters und der damit verbundenen Geheimhaltung öfter in der DDR-Presse erwähnt wurde. In den 1980er Jahren war außerdem eine IL-14 aus NVA-Beständen abgestellt, die offenbar dem Anti-Terror-Training diente. Seit der Wende ist der Platz geschlossen und wird vielfältig genutzt, so zum Beispiel als Startgelände für Modell-Raketen.

The airfield began operations during the 1930s. In East Germany, it was operated by the Ministry of State Security, mainly for parachute training of the Dynamo sports club. The airfield was closed during the early 1990s. The area is now used as launch area for model rockets and other purposes.

Flugplatzkarte

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Flugplatz Eilenburg Rote Jahne / Mörtitz
(1)HangarHangar
(2)LandescheinwerferLanding light
(3)FlugleitungControl tower
(4)VideokameraVideo camera
(5)KaserneBarracks
(6)Objekt (Zweck unbekannt)Installation of unknown purpose
(7)WachturmGuard tower

Start- und Landebahnen

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Für die Zeit um ca. 1989 werden folgende Angaben gemacht:

Bez.LängeBreiteBelagBemerkungen
07/2580038,5Bitumen?
10/2860040Gras
17/3560040Gras

Funknavigation

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Stand Ende der 1980er Jahre

 StationFreq.KennungPositionBemerkungen
HLR 25NFF1069JL1000m
NLR 07NFF1069LJ1000m
HLRHauptlanderichtungMain landing direction
NLRNebenlanderichtungSecondary landing direction
NFFNahfunkfeuerLocator at Middle Marker

Die Kennungen wurden wie üblich aus dem ersten und letzten Buchstaben des Rufzeichens "JOURNAL" abgeleitet.

Kommunikation

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Das Rufzeichen des Flugplatzes war "JOURNAL".

Telefonisch war der Platz u.a. über das Stabsnetz/Sondernetz S1 als Nebenstelle der MfS-Bezirksverwaltung Leipzig über 7-3724-3313 erreichbar. Das Fernschreib-Rufzeichen im MfS-Betriebsnetz war "fab-lrj"

The call sign of the airfield was "JOURNAL"

Weitere Informationen

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Eventuell sollte der Flugplatz Eilenburg zur Stationierung von Kampfhubschraubern genutzt werden. Im Protokoll der Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates vom 30.11.1973 ist zu lesen:
"Wichtige Bauinvestionsmaßnahmen: Schaffung der Voraussetzungen zur Dislozierung der neu aufzustellenden Hubschraubergeschwader-3 und 5 in den Räumen EILENBURG und BASEPOHL ... Neubau von Flugplätzen für die aufzustellenden Hubschraubergeschwader der Landstreitkräfte in den Räumen EILENBURG und BASEPOHL" (Quelle: Bundesarchiv)

Bilder

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Die nachfolgenden Bilder wurden bei einem Besuch im Jahre 1994 angefertigt

Einfahrt zur Kaserne

Bunker

Blick auf den Hangar mit dahinter liegendem Wachtum

Hangar mit eingezäunter Abstellfläche. Die Installationen im Vordergrund lassen eine unterirdische Einrichtung vermuten.

Nummerierte Abstellfläche neben dem Hangar

Abgebrochenes Gebäude der Flugleitung mit Antennen

Scheinwerfer am nordöstlichen Ende. Bemerkenswert ist die feste Installation auf einem Schutzbau, da sonst nur auf LKW montierte Scheinwerfer zum Einsatz kommen.

Flugsimulation

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Auch wenn der Flugplatz geschlossen ist, so kann man ihn doch noch im Flugsimulator befliegen. Die Szenerie gdr_mil6 von Michael Spengler enthält Eilenburg mit seinen Einrichtungen wie Landebahnen, Hangar und Funkfeuer im Zustand um 1990.

Im diagonalen Endteil für Landebahn 07.

Links

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Die An-2 der Strausberger Verbindungsfliegerstaffel auf dem Flugplatz Eilenburg zur Sicherstellung der DDR-Meisterschaften im Fallschirmsport
http://www.abar.de/serie/index.php/abschnitt-3/folge-21-teil-33

BAUVERZEICHNIS VEB-14P
Enthält u.a. den Lebenslauf der IL-14, die in Eilenburg abgestellt war.
http://www.skybird-ev.de/il14/4b-----d.htm

http://www.sxf-spotterlempio.de/IF/IFmuseen.htm
Enthält u.a. ein Foto der IL-14, die in Eilenburg abgestellt war, jetzt zerlegt in einem Hangar in Tempelhof
http://www.sxf-spotterlempio.de/IF/IFmuseen.htm

Die DERA -Deutsche Experimental Raketen Arbeitsgruppe (Dera eV)
Modellraketenflug, auch auf dem ehem. Flugplatz Eilenburg
http://www.dera.de/180.0.html

Juwi
Heutige Nutzung als Solarpark, mit Luftbild
http://www.juwi.de/solar/referenzen/solarpark-rote-jahne.html

Sachsenbunker
http://www.sachsenschiene.net/bunker/flp/flp_25.htm

Literatur

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Zapf, Jürgen:
'Flugplätze der Luftwaffe 1934-1945 - und was davon übrig blieb / Sachsen'
VDM Heinz Nickel, Zweibrücken, 2002
Dreieinhalb Seiten Beschreibung zu Mörtitz mit Karte und Luftbild aus dem Jahre 1945

Billig, Detlef; Meyer, Manfred:
'Flugzeuge der DDR II. Band bis 1972'
TOM Modellbau, Friedland, 2002
Enthält ein Luftbild von Eilenburg mit An-2 und An-14