Flugplatz Köln Butzweilerhof
Allgemein |
Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden! |
| Koordinaten | N505918 E0065336 |
|---|---|
| HNN | 158' |
| ICAO Location Indicator | EDUZ / EDCU (1990) |
| Betreiber | Belgian Army (BAR) |
Lage Flugplatz
7 km nordwestlich der Stadtmitte von Köln
Nutzung bis 1945
Flughafen von Köln.
Nutzung im Kalten Krieg
Nutzung durch Royal Air Force (RAF) bis 1953 (u.a. 16 Sq, 94 Sq, 145 Sq). Stationierung Belgischer Heeresflieger bis 1993 oder 1994 (16. Staffel / 16. Bataillon mit Alouette II und Brittan Norman Islander).
Heutige Nutzung
Geschlossen.
Flugbetriebsflächen |
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Start- und Landebahnen
| Bez. | Länge | Breite | Belag | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| 04/22 | 728 m | 24 m | Asp |
Luftraum und Verfahren |
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Allgemein
Geplanter neuer ICAO-Code war ETBB.
Weitere Informationen |
HS, der seine Dienstzeit hier bis 1985 verbrachte, schickte diese ausführlichen Beschreibungen. Vielen Dank!
Barracken
"Während meiner Dienstzeit (hinter diesem auf dem Bild befindlichen Tor) war dort das Verteidigungsbezirkskommando 31 (VBK 31) stationiert und belegte alle Baracken. Ich meine, es waren mal 8 parallele Baracken. Eines davon stürzte an einem verregneten Wochenende ein, nachdem eine Baufirma das Fundament freigegraben hatte. Grund war die Sanierung der Außenmauer, die Feuchtigkeit zog. Die Bodenplatte hatte sowieso schon einen Längsriss und die von den 2 Eingängen abgewandte Seite rutschte dann in den Graben. 2 Toiletten/ Waschhäuser gab es auch noch. Sie befanden sich auf der an den Stirnseiten der Baracken verlaufenden Straße, die zu diesem besagten Tor führt.
Die Engländer nutzten die Baracken angeblich für ihren Labour - Service (andere Quellen). Ich meine, dass dann die Feldjäger dort einzogen. Als das Heeresamt fertig war, verlegten die Feldjäger dorthin und das VBK 31. Es war vorher in der Bismarckstr (?) in einem Mietobjekt untergebracht."
Alte Tankanlage
"Als wieder einmal der große Regen kam, stand das Wasser auf unserer Zufahrtsstraße zum VBK. Mit Halbschuhen war sie nicht begehbar, ohne nasse Füße zu bekommen. Unser Dienststellenleiter, ein Oberst ließ die Standortverwaltung verständigen. Sie beauftragte den Bauunternehmer, nachdem ein Durchspülen des Abwasserrohres nicht ging. Das Rohr war hoffnungslos versandet, vielleicht auch gebrochen. Die Baufirma wollte daraufhin auf kurzem Weg einen Graben zur Betonfläche vor der großen Flugzeughalle ausheben und dort beim Entwässerungskanal anschließen. Die heutigen Freiflächen zwischen Kaserneneinfahrt (Haupttor) und dem Gelände des VBK 31 waren in gleicher Art, wie teilweise heute noch zu sehen, mit Baracken bebaut. Die hier und da noch vorhandenen Fußwege verbanden die Baracken mit der Straße. Auf einem solchen Weg buddelte sich der Bagger durch und stieß nach ein paar Metern auf einen Betondeckel, der unter dem Grand versteckt war. Auch die Standortverwaltung wusste nichts davon. Die Baufirma hat dann den Deckel herausgerissen. Wir schauten in ein tiefes Loch. Unten erkannte man im Wasser mehrere Tanks. Rohrleitungen zeigten den weiteren Verlauf an.
Die Tankanlage sah mir nicht nach "besonders gehärtet" aus. Soll heißen, dass sie nicht bombensicher war. Die Erdbedeckung bei den Tanks lag vielleicht bei einem Meter. Wie tief und in welcher Ausdehnung das gebaut war, wurde damals nicht "erforscht". Auch ob die Tanks noch mit Treibstoff befüllt waren, wurde nicht untersucht. Über das klare Wasser, das vielleicht bis 60 oder 80 cm unter dem Deckel stand, gab es 2 Mutmaßungen. Die eine Variante war, es war schlichtweg abgesoffen (Regenwasser) und die andere Variante, die Tanks hätten durch das Wasser eine besonderen Schutz gegen explodierenden Waffen gehabt. Am Steuerstand war der Deckel vielleicht gerade mal 15 cm stark. Bei den anderen Stellen war es ebenfalls ein Betondeckel mit ähnlicher Dicke. Die Deckel der Tankanlage hatten zum Ausheben in der Mitte einen Eisenring.
Der unter "Hausmeistervertrag" stehende Unternehmer wurde von Forscherdrang gepackt. Mein Hinweis auf 2 weitere Deckel (an der Straße zur Halle und am ehemaligen Speisesaal der Engländer, später Turnhalle) ließen ihn auch diese öffnen. An der Straßenecke befand sich eindeutig der Steuerstand. Eine alte Zeitung "Völk. Beob." (Datum?) und eine Flasche Bier kamen zum Vorschein. Dieser Deckel wurde früher elektrisch geöffnet. Die Mechanik war noch zu sehen. Ein paar Wochen später fand man auch noch die rechts vom Steuerstand gelegene Tankanlage.
Der Bauunternehmer hatte versucht, von der Standortverwaltung oder dem Staatsbauamt noch Unterlagen darüber zu bekommen. Er sagte mir gegenüber, dass seine Bemühungen erfolglos waren. Er meinte, dass so einiges mit GEHEIM gestempelt war und/oder nicht in Feindeshand geraten durfte. Also wurde es beim Vormarsch der Alliierten vernichtet.
Der Bauunternehmer verschloss dann alle Deckel auf Anweisung der Standortverwaltung. Ich glaube zu wissen, dass mindestens der bei dem Speisesaal (wir nutzten sie als Turnhalle) gelegene Steuerstand eine neue Deckelung bekam. Der alte Deckel wurde ja in Unkenntnis der Öffnungsmechanik herausgerissen. Dabei verformte sich der elektromechanische Antrieb erheblich und wurde zerstört."
Bilder |
Aktuelle Bilder (1)
Die nachfolgenden Bilder und Beschreibungen wurden freundlicherweise von Herrn Werner Müller http://www.butzweilerhof.com bereit gestellt.
(1) HS schreibt dazu: Der dort beschriebene Eingang wurde nicht durch die Belgier benutzt! Hier war das Verteidigungsbezirkskommando 31 (VBK 31) stationiert und belegte alle Baracken.
Aktuelle Bilder (2)
Herr Peter Ziegenfuß schickte diese aktuellen Bilder vom ehemaligen Flugplatz. Herzlichen Dank!
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Ehemalige Start- und Landebahn, jetzt Parkplatz
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Ehemaliger Tower
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