Halle (Saale): Flugplatz Nietleben

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KoordinatenN512929 E0115525 (WGS84) Google Maps
Ehemalige DDRBezirk Halle
BundeslandSachsen-Anhalt
Karte mit Lage Flugplatz Halle-Nietleben
Deutschland im Kalten Krieg
Die Geschichte der Flugplätze im Kalten Krieg: Halle-Nietleben

1920er/1930er Jahre

Unternehmer / Verwalter

Flugverkehr Halle A. G., Halle a. S., Verkehrslandeplatz Halle-Nietleben,
Drahtanschrift Flugverkehr Hallesaale.

Verkehrsgesellschaften / Fluggesellschaften

Flugverkehr Halle A. G., Halle a. S.

Situation

Der Flugplatz Halle-Nietleben auf einer Karte aus den 1920er Jahren
Der Flugplatz Halle-Nietleben auf einer Karte aus den 1920er Jahren

Übersicht

Flugplatz Halle-Nietleben 1926
Flugplatz Halle-Nietleben 1926
Luftbild
Luftbild mit Blickrichtung Ost

Kennzeichen des Flughafens bei Tag

In der Mitte des Rollfeldes 2 konzentrische weiße Kreise von 400 m und 50 m Durchmesser. Im 50 m-Kreis die weiße Inschrift "Halle", Landezeichen liegt ständig aus. Windsack auf der Nordwestecke der Flugzeughalle. Rollfeldgrenze durch weiße Kiesstreifen und Winkel bezeichnet.

Kennzeichen des Flughafens bei Nacht

Ständige Nachtbefeuerung nicht vorhanden. Auf Anforderung beim Unternehmer Landefeuer aus Fackeln. Auf der Ostseite des Rollfeldes Fernsprechleitung; Scheune und Wasserturm unbeleuchtet.

Start- und Landebahnen

Gute Grasnarbe. Kleinste Rolllänge in Nord-Süd-Richtung 800 m.

Hallen / Hangars

Eine Flugzeughalle 50,0 x 22,0 m. Die Halle enthält einen Flaschenzug mit Laufkatze von 1,5 t Tragfähigkeit.

Werkstätten

Enthalten Feilbänke und kleinere Maschinen zur Reparatur von Motoren.

Betriebsstoffanlagen

Für je 400 l Benzin und Benzol, je 300 l stets vorrätig.

Erste Hilfe bei Unglücksfällen

Sanitätsmaterial vorhanden. Nächster Arzt in der Provinzialheilanstalt Nietleben (0,5 km Entfernung).

Unterbringung von Fluggästen

Im Gäste- und Wirtschaftsraum der Flugzeughalle.

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Militärflugplatz.

Situation

Der Flugplatz Halle-Nietleben im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1944
Der Flugplatz Nietleben Halle (Saale) im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1944 - (McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)
Quelle: McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA

Übersicht

Zustand in den 1930er oder 1940er Jahren
Zustand in den 1930er oder 1940er Jahren
Quelle: AMS M841 GSGS 4414, Courtesy Harold B. Lee Library, Brigham Young University

Im Kalten Krieg

1940er Jahre

Chronik

  • Mai 1947
    Der Flugplatz ist nicht mit fliegenden Einheiten belegt. In der Flugplatz-Kaserne liegt sowjetische leichte Artillerie sowie Panzereinheiten. (Quelle: CIA)
  • Juni 1949
    Der Flugplatz ist nicht belegt. Der grasbedeckte Landeplatz ist nutzbar. Alle Gebäude und technischen Einrichtungen sind zerstört, die Trümmer sind nicht beseitigt. (Quelle: CIA)
  • Juni 1949
    Der Flugplatz und seine Gebäude, mit Ausnahme des ehemaligen Irrenhauses und der Luftnachrichtenschule, sind nicht belegt. Der Landeplatz hat eine feste Grasnarbe. An den östlichen und nördlichen Platzrändern werden ca. 160-Fuß-Streifen gepflügt. Die meisten ehemaligen Luftwaffenquartiere und Hangars nordwestlich des Feldes wurden abgerissen, die technischen Anlagen zerstört. (Quelle: CIA)
  • September 1949
    Es wurden keine Flugzeuge gesehen, die auf dem Flugplatz stationiert waren, aber einzelne Doppeldecker landeten gelegentlich dort. Die Beobachtung einiger Soldaten der sowjetischen Luftstreitkräfte deutet darauf hin, dass die Kasernen auf dem Platz von einer Einheit der Luftstreitkräfte belegt sind. (Quelle: CIA)
  • Oktober 1949
    Jeden Donnerstag landet ein sowjetischer Doppeldecker U-2 auf dem Platz. In Halle werden Offiziere und Fahrzeuge der sowjetischen Luftstreitkräfte beobachtet. (Quelle: CIA)
  • November 1949
    Zweisitzige Kurier-Doppeldecker mit geschlossenem Cockpit landen wiederholt auf dem Platz. Jedoch ist keine Einheit dort stationiert. Eine kleine Einheit der sowjetischen Luftstreitkräfte scheint im westlichen Bereich des der Flugplatz-Kaserne stationiert zu sein. In den Straßen von Halle wird eine ungewöhnlich hohe Zahl von Truppen der sowjetischen Luftstreitkräfte aller Dienstgrade beobachtet. (Quelle: CIA)

1950er Jahre

Chronik

  • Januar 1950
    Der Flugplatz ist nicht mit Flugzeugen belegt. Ein Doppeldecker U-2 landet auf dem Platz. (Quelle: CIA)
  • März 1950
    Der Flugplatz ist offenbar nur von Einheiten der Landstreitkräfte belegt. Die kleine Einheit der Luftstreitkräfte, von der vor kurzem wiederholt berichtet wurde, wurde nicht gesehen. (Quelle: CIA)
  • September 1950
    Auf dem Platz sind keine Flugzeuge stationiert. Der Landeplatz ist mit Unkraut bewachsen, und die Trümmer von Gebäuden sind verstreut. Es gibt keine Hinweise auf eine beabsichtigte Wiederbelegung des Platzes. (Quelle: CIA)

1960er Jahre

Nutzung

Flugplatz der vormilitärischen "Gesellschaft für Sport und Technik" (GST) der DDR. Ende der 1960er Jahre geschlossen.

Übersicht

1966
Flugplatz Nietleben Halle (Saale) auf einem Satellitenbild 1966
Der Flugplatz Nietleben Halle (Saale) auf einem US-Satellitenbild von Freitag 09.12.1966 - 1: Flugplatz; 2: Sowjetische Kaserne (früher Maercker-Kaserne bzw. Heeres- und Luftwaffennachrichtenschule). Gimritzer Damm und Saale.
Quelle: U.S. Geological Survey
Flugfeld
Flugfeld
Quelle: U.S. Geological Survey
GST-Flugzeuge Halle Nietleben
Eingezäunter Bereich, abgestellte Flugzeuge
Quelle: U.S. Geological Survey
1967
Satellitenbild Flugplatz Halle Nietleben, DDR 1967
Montag 06.02.1967
Quelle: U.S. Geological Survey
Flugplatz 1967
Der Flugplatz
Quelle: U.S. Geological Survey
Flugzeuge in Halle Nietleben
Abgestellte Flugzeuge
Quelle: U.S. Geological Survey

Heute

Nutzung

Geschlossen.

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