Görlitz: Flugplatz

Gorlitz

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KoordinatenN510933 E0145704 (WGS84) Google Maps
Ehemalige DDRBezirk Dresden
BundeslandSachsen
Location indicatorEDBX
Karte mit Lage Flugplatz Görlitz
Deutschland im Kalten Krieg Karte

Lage Flugplatz

Am Nordwestrand von Görlitz.

1920er/1930er Jahre

Nutzung

Verkehrsflughafen.

Flugplan

Sommer 1928

Der Flugplan für den Sommer 1928 weist folgende Linienflüge aus:
(Tage: 1=Montag ... 7=Sonntag)
157: Görlitz - Dresden (Heller) - Halle/Leipzig (Schkeuditz)
  • Deutsche Luft Hansa A.G.:
    123456– | Görlitz 07:35 - 08:15 Dresden 08:25 - 09:15 Halle/Leipzig
  • Deutsche Luft Hansa A.G.:
    123456– | Halle/Leipzig 15:55 - 16:45 Dresden 16:55 - 17:35 Görlitz
160: Breslau (Gandau) - Riesengebirge/Hirschberg - Görlitz - Cottbus - Berlin (Tempelhof)
  • Deutsche Luft Hansa A.G.:
    123456– | Breslau 06:00 - 06:45 Riesengebirge/Hirschberg 06:55 - 07:25 Görlitz 07:35 - 08:15 Cottbus 08:25 - 09:15 Berlin
  • Deutsche Luft Hansa A.G.:
    123456– | Berlin 15:55 - 16:45 Cottbus 16:55 - 17:35 Görlitz 17:45 - 18:15 Riesengebirge/Hirschberg 18:25 - 19:10 Breslau
Abflüge und Ankünfte nach Uhrzeit
TageZeitAbf/AnkRouteFluggesellschaftFlugzeugtypnach/von
123456–07:25Ank160Deutsche Luft Hansa A.G.Breslau - Riesengebirge/Hirschberg
123456–07:35Abf160Deutsche Luft Hansa A.G.Cottbus - Berlin
123456–07:35Abf157Deutsche Luft Hansa A.G.Dresden - Halle/Leipzig
123456–17:35Ank160Deutsche Luft Hansa A.G.Berlin - Cottbus
123456–17:35Ank157Deutsche Luft Hansa A.G.Halle/Leipzig - Dresden
123456–17:45Abf160Deutsche Luft Hansa A.G.Riesengebirge/Hirschberg - Breslau

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Als Zivilflugplatz eingerichtet, später von der Luftwaffe übernommen und zu einem Fliegerhorst ausgebaut.

Situation

Der Flugplatz Görlitz im Zweiten Weltkrieg auf einer Karte 1944
Der Flugplatz Görlitz im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1944 (Quelle: McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA)

Übersicht

Der Flugplatz Görlitz auf einer US-amerikanischen Karte aus dem Jahre 1952
Der Flugplatz Görlitz auf einer US-amerikanischen Karte aus dem Jahre 1952 (Quelle: AMS M841 GSGS 4414, Courtesy Harold B. Lee Library, Brigham Young University)

Im Kalten Krieg

Nutzung

Flugplatz der vormilitärischen DDR-Massenorganisation Gesellschaft für Sport und Technik (GST) bis 1979. Dann bereitgehalten als Hubschrauberlandeplatz der Nationalen Volksarmee.

1960er Jahre

Übersicht

Görlitz und Umgebung auf einem Satellitenbild 1968
Görlitz und Umgebung auf einem US-Satellitenbild vom 15.05.1968 - 1: Flugplatz. Andere Objekte: a: VEB Waggonbau Görlitz; b: Reichsbahnausbesserungswerk RAW Schlauroth. Orte: Ebersbach, Girbigsdorf, Görlitz, Rauschwalde, Schlauroth, Schöpstal, Zgorzelec (Polen). (Quelle: U.S. Geological Survey)
Flugplatz Görlitz
Flugplatz Görlitz (Quelle: U.S. Geological Survey)

1970er Jahre

Situation

Der Flugplatz Görlitz auf einer Karte 1972
Der Flugplatz Görlitz auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 (Quelle: ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin)

Übersicht

GST-Flugplatz Görlitz 1970
Donnerstag 26.11.1970 - Der helle Punkt im Süden des Flugfeldes ist auch auf dem Bild 1975 erkennbar. Spätere Luftbilder zeigen, dass sich hier am Boden eine Platte befunden haben muss. (Quelle: U.S. Geological Survey)
Flugplatz Görlitz 26.06.1975
Der Flugplatz am Donnerstag 26.06.1975 - Auch hier zeigt sich im Süden des Flugfeldes die Platte als heller Punkt. (Quelle: U.S. Geological Survey)

Luftraum und Verfahren

Das VFR-Handbuch Agrarflug von 1977 (NfD) macht für Görlitz folgende Angaben:
- Motorflugbetrieb mit maximal zulässiger Belastung 5500 kp AUW (Gesamtfluggewicht)
- Segelflugbetrieb
- Fallschirmsprunglandeplatz

1980er und frühe 1990er Jahre

Nutzung

  • Hubschrauberlandeplatz 3037 für die Versorgungslager 14 (VL-14) der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (LSK/LV) der ehemaligen NVA,
  • Hubschrauberlandeplatz 5705 der Grenztruppen.

Flugbetriebsflächen

Ausmaße: 600 m x 600 m,
Hauptstart- und Landerichtung: 330°,
Bodenschaffenheit: feste Grasnarbe,
Aufnahmekapazität: 1 Hubschrauber (HSLP 3037).

Telefon

Sondernetz/Stabsnetz S1 3734-761-829p (VL-14)

Luftraum und Verfahren

Nutzung des HSLP möglich bei TEWB (Tags einfache Wetterbedingungen)
Zeit zur Herstellung der Aufnahmebereitschaft: 60 Minuten.

Hindernisse

Keine.

Heute

Nutzung

Allgemeine Luftfahrt

Links

Literatur

  • Ries, Karl; Dierich, Wolfgang: "Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe" Motorbuch Verlag Stuttgart, 1993 - Alliierte Planskizze
  • Grenzdörfer, Joachim; Seifert, Karl-Dieter: "Geschichte der ostdeutschen Verkehrsflughäfen" Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 1997 - 4 Seiten Beschreibung, Karten, Luftbild
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