Barhöft: NVA-Hubschrauberlandeplatz 3318

HSLP / HLP 3318

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KoordinatenN542537 E0130131 ? (WGS84) Google Maps (ungefähre Position)
Ehemalige DDRBezirk Rostock
BundeslandMecklenburg-Vorpommern
Karte mit Lage NVA-Hubschrauber<wbr>lande<wbr>platz 3318 Barhöft, ehemalige DDR
Deutschland im Kalten Krieg Karte

Allgemein

Barhöft ist ein kleiner Ort an der Ostseeküste, der zu Zeiten der DDR mehrere militärische Einrichtungen besaß. Ende der 1980er Jahre befanden sich am Hafen die 3. Grenzbootgruppe sowie der 2. Technische Beobachtungszug des Grenzbataillons 2 der 6. Grenzbrigade Küste. Die Volksmarine betrieb in Barhöft eine Richtfunkübertragungsstelle. Westlich des Ortes gab es eine Flugabwehrraketenstellung der Fla-Raketenabteilung 4332 (FRA-4332) der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung. Außerdem hatte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS, Stasi) in Barhöft ein Objekt unbekannten Zwecks.
Es gab unter anderem zwei Kasernenanlagen. Die eine entstand 1965, hatte eine Grundfläche von ca. 4.300 qm und war mit 2-geschossigen Unterkunfts- und Lagergebäuden bebaut. Die andere war aus dem Jahr 1974, hatte eine Grundstücksgröße von 19.000 qm und war mit Wachhaus, Unterkunftsgebäuden, Barracken, Lagergebäuden, Kfz-Halle und Heizhaus bebaut.
In einer anderen NVA-Quelle ist für die Kaserne der FRA-4331 angegeben:
- NVA-Objektnummer 01/937
- Grundfläche: 22,3
- Unterkunftskapazität: 83
Für die 1980er Jahre war für die Fla-Raketenabteilung 4331 ein Hubschrauberlandeplatz ausgewiesen, der unten beschrieben ist.

Im Kalten Krieg

1960er Jahre

Übersicht

Satellitenbild Barhöft 1969
Barhöft auf einem Satellitenbild vom 03.08.1969 - Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine FlaRak-Stellung (Quelle: U.S. Geological Survey)

1980er und frühe 1990er Jahre

Lage Flugplatz

Nordwestlich von Barhöft, genaue Position unbekannt. Die offiziell genannten Koordinaten N542538 E0130138 passen in keinem geodätischen System zur Entfernung von 200 m zum Beobachtungsturm der Volksmarine, der als Hindernis angegeben ist.

Nutzung im Kalten Krieg

Hubschrauberlandeplatz 3318 für die Fla-Raketenabteilung 4331 (FRA-4331) der ehemaligen NVA Luftstreitkräfte/Luftverteidigung LSK/LV.

Flugbetriebsflächen

Ausmaße: 600 m x 300 m,
Hauptstart- und Landerichtung: 0° - 270°,
Bodenschaffenheit: Rasen, lehmiger Untergrund,
Aufnahmekapazität: 1-2 Hubschrauber.

Telefon

Stabsnetz S1 6338-11

Luftraum und Verfahren

Nutzung möglich bei TEWB (Tags einfache Wetterbedingungen),
Zeit zur Herstellung der Aufnahmebereitschaft: 60 Minuten.

Hindernisse

Kontrollturm der Volksmarine: Entfernung 200 m, Höhe 30 m

Nutzung heute

Geschlossen.

Flugplätze in der Umgebung

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