Stendal: Flugplatz

Borstel

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
KoordinatenN523745 E0114911 (WGS84) Google Maps
HNN 184 ft
Karte mit Lage Flugplatz Stendal
Deutschland im Kalten Krieg Karte
Die Geschichte der Flugplätze im Kalten Krieg: Stendal
von Bert Kondruß

Im Zweiten Weltkrieg

Der Fliegerhorst Stendal Borstel im Zweiten Weltkrieg auf einer Karte 194x
Der Fliegerhorst Stendal Borstel im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 194x (Quelle: McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA)

Im Kalten Krieg

Nutzung

Nutzung durch sowjetische/russische Truppen bis 1992.

1950er Jahre

Einheiten

1954

- Sowjetisches Schlachtflieger-Regiment (PF 62 327),
Quelle: BND/Bundesarchiv B 206/3033
(Bei den Postfachnummern können die Ziffern 3 und 5 verwechselt sein, da sie im Quelldokument schwer zu unterscheiden sind)

Chronik

  • September 1954
    Zeitweilige Verlegung des Schlachtfliegerregiments Stendal auf den Flugplatz Großenhain (22.-27.09.1954)

1970er Jahre

Situation

Der Flugplatz Stendal auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 (Quelle: ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin)

Übersicht

Der sowjetische Flugplatz am auf einem Satellitenbild 1970
Der sowjetische Flugplatz am auf einem US-Satellitenbild am 10.03.1970 - Die Gegend ist schneebedeckt. (Quelle: U.S. Geological Survey)
Westliches Ende der Landebahn
Westliches Ende der Landebahn (Quelle: U.S. Geological Survey)
Ehemalige Flugzeughallen
Ehemalige Flugzeughallen (Quelle: U.S. Geological Survey)
Östliches Ende der Landebahn und Splitterschutzboxen
Östliches Ende der Landebahn und Splitterschutzboxen (Quelle: U.S. Geological Survey)
Flugabwehr-Raketenstellung Belkau
Flugabwehr-Raketenstellung ca. 5 km nordwestlich des Platzes bei Belkau (Quelle: U.S. Geological Survey)
Sowjetische FlaRak-Stellung
Vergrößerung (Quelle: U.S. Geological Survey)

Funkfeuer

Angaben für die 1970er Jahre:
  • FFF 26: 158 "ÜK", 3600 m
  • NFF 26: 330 "Ü", 1000 m

Kommunikation

Rufzeichen: VYBOIKA (ca. 1970)

1980er und frühe 1990er Jahre

Übersicht

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1990:
  • 08/26: 2000 m x 60 m Beton
  • 08/26: 2000 m x 60 m Gras

Funkfeuer

Angaben für das Jahr 1990:
  • FFF 26: 910 "ÜK", 3600 m
  • NFF 26: 449 "Ü", 1000 m

Kommunikation

Rufzeichen: KUKAN (1990)

Einheiten

1990:
- 178 OBVP: Mi-8, Mi-24
- 440 OBVP: Mi-8, Mi-24

Chronik

  • 1988
    Mehrere Sichtungen von Mi-17 HIP H auf den sowjetischen Flugplätzen Parchim (2. Garde-Panzer-Armee) und Stendal (3. Stoßarmee) deuten darauf hin, dass diese Regimenter diese neueste HIP-Variante eines Angriffshubschraubers in ihren Bestand aufnehmen. Durch Vergleich der Bordnummern wurde festgestellt, dass einige dieser Hubschrauber vom sowjetischen Flugplatz Oranienburg stamnen, der bisher einzigen Basis mit HIP H.
    Quelle: /USMLM 1988/
  • Außerdem wurden 10 HIND G-1 und 3 HIND G-2 in Stendal und 1 HIND G-1 und 2 HIND G-2 in Parchim identifiziert. Das ist eine deutliche Zunahme der Basen für diesen Spezialhubschrauber.
    Quelle: /USMLM 1988/
  • 19.07.1988
    Zwei Hubschrauber aus Stendal, ein Mi-24 HIND G1 und ein Mi-24 HIND E wurden bei einfachen Kanonenangriffen beobachtet. Der HIND G1 fungierte dabei als Ausbilder und Ziel. Der HIND E platzierte sich als Angreifer über und hinter dem Ziel. Der Angreifer stürzte sich in Richtung des Ziels und stieg zur gegenüberliegenden Seite für einen Neuangriff.
    Quelle: /USMLM 1988/

Heute

Nutzung

Allgemeine Luftfahrt.

Links

  • http://www.history.hqusareur.army.mil/uslmannual.htm (offline): USMLM Unit History 1964 - Notiz zum Inventar der 24. Luftarmee in Stendal mit 12 Yak 26/27 Mangrove, 2 CAB vielleicht An-10 oder An-12, 6 Mi-1 HARE
  • http://www.history.hqusareur.army.mil/uslmannual.htm (offline): USMLM Unit History 1973 - Notiz zur erstmaligen Beobachtung von Mi-24 außerhalb der UdSSR 26. September 1973
  • http://www.history.hqusareur.army.mil/uslmannual.htm (offline): USMLM Unit History 1975 - Notiz zur signifikaten Erhöhung der Anzahl der Mi-24 auf Regimentstärke
  • http://www.history.hqusareur.army.mil/uslmannual.htm (offline): USMLM Unit History 1976 - Notiz erste Farb- und Schwarzweißfotos sowie Tonaufzeichnungen einer neuen Mi-24-Variante am 6. Dezember 1976
  • http://www.history.hqusareur.army.mil/uslmannual.htm (offline): USMLM Unit History 1984 - Notiz zu modernisierten Mi-24 mit 23 mm Kanone und zur Modernisierung slewable barrel pods
  • http://www.history.hqusareur.army.mil/uslmannual.htm (offline): USMLM Unit History 1986 - Notiz zu TRA 067-86 erwähnt S-125 Stellung bei Stendal
(mit freundlicher Unterstützung von JM)

Literatur

  • Ries, Karl; Dierich, Wolfgang: "Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe" Motorbuch Verlag Stuttgart, 1993 - Alliierte Planskizze
  • /USMLM 1988/:
    United States Military Liaison Mission: "Unit History 1988"
  • Freundt, Lutz: "Sowjetische Fliegerkräfte in Deutschland 1945-1994, Band 3" Edition Freundt Eigenverlag, Diepholz 1999 - Beschreibung, Luftbild 1991, Bilder
  • Freundt, Lutz (Hrsg.), Büttner, Stefan: "Rote Plätze - Russische Militärflugplätze in Deutschland 1945 - 1994" AeroLit Verlag, 2007 - Beschreibung, Luftbild 1992, Bilder

Flugplätze in der Umgebung

This page in English
Folge mil-airfields auf Facebook