Gnoien: Flugplatz

Warbelow

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KoordinatenN535947 E0124249 (WGS84) Google Maps
HNN 75'
Ehemalige DDRBezirk Neubrandenburg
BundeslandMecklenburg-Vorpommern
Karte mit Lage Flugplatz Gnoien
Deutschland im Kalten Krieg Karte

Im Kalten Krieg

Nutzung

Gnoien-Warbelow wurde Ende der 1960er Jahre als Feldflugplatz der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (LSK/LV) der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR errichtet. Er war u.a. Jagdfliegergeschwader 2 (JG-2), stationiert in Neubrandenburg/Trollenhagen zugewiesen. In der NVA hatte er die Flugplatznummer 2021.

1960er Jahre

Übersicht

Gnoien und Umgebung, 1969
Gnoien und Umgebung auf einem US-Satellitenbild vom 03.08.1969 - 1: Flugplatz; Orte: Bäbelitz, Bassendorf, Behren-Lübchin, Bobbin, Groß Nieköhr, Klein Nieköhr, Neu Quietzenow, Viecheln, Warbelow, Wasdow. Flüsse: Trebel, Warbel.
Flugplatz Gnoien Warbelow im Bau auf einem Satellitenbild 1969
Vergrößerung: Flugplatz Gnoien-Warbelow - Die Anlagen befinden sich zu diesem Zeitpunkt noch im Bau. Auffällig: Für das Flugfeld wurden in westliche Richtung Erdarbeiten bis zu dem Weg vorgenommen, der in südöstliche Richtung führt. Der Flugplatz erstreckte sich jedoch später noch ca. 360 m weiter nach Westen, dieses Gebiet ist hier noch unberührt. (Quelle: U.S. Geological Survey)

Chronik

  • 1969
    Die US-Militärverbindungsmission stellt fest, dass bei Gnoien ein ostdeutscher Flugplatz gebaut wird. (Quelle: USMLM 1969)

1970er Jahre

Übersicht

Gnoien mit Funkfeuer 1975
Gnoien, Mittwoch 25.06.1975 - 1: Flugplatz; 2: Nahfunkfeuer? 3: Fernfunkfeuer? (Quelle: U.S. Geological Survey)
Flugplatz Gnoien-Warbelow
Vergrößerung: Flugplatz (Quelle: U.S. Geological Survey)

Chronik

  • 02.08.1972
    Beobachtung durch die US-Militärverbindungsmission: "Vier MiG-21 FISHBED und eine Il-14 CRATE verlegten am 2. August im Rahmen einer Luftverteidigungsübung auf den Grasplatz Gnoien. Das war die erste beobachtete fliegerische Nutzung dieses Reserveflugplatzes, seit dem der Bau das erste Mal im Mai 1969 erkannt wurde." (Quelle: USMLM 1972)

1980er und frühe 1990er Jahre

Start- und Landebahnen

  • 07/25: 2360 m x 80 m Gras

Funkfeuer

  • FFF: 643 "WL", 4900 m
  • NFF: 312 "W", 950 m
  • FFF: 643 "LW", 4200 m
  • NFF: 312 "L", 1200 m
Die Kennungen der Funkfeuer wurden, wie im Warschauer Pakt üblich, aus dem ersten und letzten Buchstaben des Rufzeichens abgeleitet (WENZEL).

Flugfunk

Das Rufzeichen im Flugfunk war WENZEL.

Einheiten

Feldflugplatzkommando 2 (FFlpK-2, PF 65262)

Liegenschaften

Objekt-IdObjektFlächeUnterkünfteAdresse
03/080Flugplatz160,6 ha
01/951Funkfeuer0,1 ha(Warbelow/Bassendorf)
01/952Funkfeuer0,2 ha(Warbelow/Bassendorf)

Chronik

  • 1988
    Beobachtung durch die US-Militärverbindungsmission: "Auf dem Reserveflugplatz Gnoien sind Fanganlagen eingerichtet. ... Diese Beobachtungen deutet darauf hin, dass Sowjets und Ostdeutsche die Nutzung von Feldflugplätzen nicht aufgegeben haben, sondern Verbesserungen für einen sichereren Betrieb vornehmen." (Quelle: USMLM 1988)

Heute

Nutzung

Flugplatz geschlossen, Gelände wird von der Bundeswehr als Friedensausbildungsstellung (FAUST) der Flugabwehrraketengruppe 24 (FlaRakGrp 24) genutzt.

Übersicht

Landsat-Bild aus dem Jahr 2016

Quellen

Literatur

  • /USMLM 1969/:
    United States Military Liaison Mission: "Unit History 1969"
  • /USMLM 1972/:
    United States Military Liaison Mission: "Unit History 1972"
  • /USMLM 1988/:
    United States Military Liaison Mission: "Unit History 1988"
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