Zerbst: Flugplatz

Аэродром Цербст

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KoordinatenN520000 E0120845 (WGS84) Google Maps
HNN 269 ft
Ehemalige DDRBezirk Magdeburg
BundeslandSachsen-Anhalt
Location indicatorEDUZ
Karte mit Lage Flugplatz Zerbst
Deutschland im Kalten Krieg Karte

Lage Flugplatz

Ca. 5 km nordöstlich des Stadtzentrums von Zerbst.

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Fliegerhorst der Luftwaffe.

Situation

Der Fliegerhorst Zerbst im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1943 (Quelle: McMaster University Library Digital Archive, License: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA)

Übersicht

Der Flugplatz Zerbst auf einer US-amerikanischen Karte aus dem Jahre 1952 (Quelle: AMS M841 GSGS 4414, Courtesy Harold B. Lee Library, Brigham Young University)

Im Kalten Krieg

Nutzung

Sowjetischer Militärflugplatz.

1950er Jahre

Einheiten

Einheiten im Jahr 1954
  • Stab sowjetische Jagdflieger-Division
  • Ein sowjetisches Jagdflieger-Regiment (Postfach der technischen Einheit: 62 512),
  • Ein sowjetisches Aufklärungsflieger-Regiment mit Iljuschin Il-10
  • Auf dem Flugplatz wurden insgesamt 20 MiG-15/MiG-15U gezählt.
Quelle: BND/Bundesarchiv B 206/3033
(Bei den Postfachnummern können die Ziffern 3 und 5 verwechselt sein, da sie im Quelldokument schwer zu unterscheiden sind)

1960er Jahre

Übersicht

Satellitenbild 03.05.1965
Flugplatz Zerbst auf einem Satellitenbild 1965
(Quelle: U.S. Geological Survey)
Satellitenbild 06.02.1969
Im Vergleich mit der Aufnahme von 1965 sind die folgenden Veränderungen erkennbar:
  • Verlängerung der mittleren Vorstartlinie nach Westen
  • Umgestaltung des Bereichs südlich der Landebahn
  • Es sind mehr Flugzeug-Deckungen erkennbar
  • Bau des Munitionslagers im Nordwesten
  • Umgestaltung des Lagers in der Mitte des Platzes auf der Nordseite
  • Bau einer FlaRak-Stellung ca. 6 km westlich vom Flugplatz
Flugplatz Zerbst auf einem Satellitenbild 1969
1: Flugplatz; 2: Nahfunkfeuer Ost; 3: Fernfunkfeuer Ost; 4: Nahfunkfeuer West; 5: FlaRak-Stellung; 6: Übungsgelände. Orte: Bone, Bonitz, Bornum, Pulspforde, Straguth, Strinum, Trüben, Zerbst. (Quelle: U.S. Geological Survey)
Flugplatz Zerbst
1: Flugplatz; 2: Nahfunkfeuer Ost; 3: Nahfunkfeuer West; 4: Anschlussbahn von Lindau. (Quelle: U.S. Geological Survey)
Munitionslager Flugplatz Zerbst
Nördlicher Teil des Platzes mit Munitionslager (Quelle: U.S. Geological Survey)
Westlicher Teil
Westlicher Teil (Quelle: U.S. Geological Survey)
Zerbst: Vorstartlinie
Mittlerer Teil, Vorstartlinie (Quelle: U.S. Geological Survey)
Östlicher Teil
Östlicher Teil (Quelle: U.S. Geological Survey)
Nahfunkfeuer Ost, Zerbst
1: Nahfunkfeuer Ost (Quelle: U.S. Geological Survey)
Fernfunkfeuer Ost, Zerbst
1: Fernfunkfeuer Ost (Quelle: U.S. Geological Survey)
Nahfunkfeuer West
1: Nahfunkfeuer West (Quelle: U.S. Geological Survey)
FlaRak-Stellung, Zerbst
FlaRak-Stellung (Quelle: U.S. Geological Survey)

Chronik

  • 1966
    Beobachtung der US-Militärmission: "In Flugzeuge, Bewaffnung und Elektronik wurde neue und verbesserte Luftverteidigungsausrüstung eingeführt. Am bedeutensten war das zweistrahlige Jagdflugzeug (Jak-28P) FIREBAR mit Luft-Luft-Raketen ANAB. Es war das erste Mal, dass eine Stationierung der FIREBAR außerhalb der UdSSR beobachtet wurde. Bisher ist nur vom Jagdfliegerregiment Zerbst bekannt, dass es mit diesem neuen Kampfflugzeug ausgerüstet ist."
    Quelle: /USMLM Unit History 1966/
  • Februar 1966
    Beobachtung der US-Militärmission: "Ein Luftverteidigungsregiment wurde von Zerbst nach Köthen verlegt"
    Quelle: /USMLM Unit History 1966/

Bilder

Jak-28P FIREBAR, vermutlich aus Zerbst, im Jahr 1966:Jak-28P FIREBAR, Zerbst, 1966

1970er Jahre

Situation

Karte Flugplatz Zerbst
Der Flugplatz Zerbst auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 - Die blauen Linien markieren die alliierten Luftkorridore von und nach Berlin. Zerbst liegt unter dem südlichen Korridor (Quelle: ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin)

Übersicht

Der Flugplatz Zerbst am 13.08.1973
Der Flugplatz Zerbst am 13.08.1973 - Im Vergleich mit den vorherigen Bildern sind geschlossene Deckungen für Flugzeuge (Shelter) errichtet worden. Im Süden wurde dazu eine eigene Schelter-Schleife gebaut. (Quelle: U.S. Geological Survey)

1980er und frühe 1990er Jahre

Start- und Landebahnen

  • 07/25: 2500 m x 60 m Beton
  • 07/25: 2500 m x 75 m Gras

Funkfeuer

  • FFF 25: 708 "KJ", 3890m
  • NFF 25: 345 "K", 1270m
  • FFF 07: 708 "ZB", 5100m
  • NFF 07: 345 "Z", 950m
  • RSBN: Kanal 17
  • PRGM: Kanal 20

Flugfunk

Rufzeichen: KARJETNIJ (КАРЕТНЫЙ)

Einheiten

1990: 35 IAP (MiG-29, MiG-29UB, MiG-23UB)

Heute

Nutzung

Allgemeine Luftfahrt (EDUZ).

Literatur

  • Ries, Karl; Dierich, Wolfgang: "Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe" Motorbuch Verlag Stuttgart, 1993 - Alliierte Planskizze
  • United States Military Liaison Mission: "Unit History 1966"
  • Freundt, Lutz: "Sowjetische Fliegerkräfte in Deutschland 1945-1994, Band 3" Edition Freundt Eigenverlag, Diepholz 1999 - Beschreibung, Bilder, Luftbilder
  • Freundt, Lutz (Hrsg.), Büttner, Stefan: "Rote Plätze - Russische Militärflugplätze in Deutschland 1945 - 1994" AeroLit Verlag, 2007 - Beschreibung, Bilder, Luftbilder
  • Haderer, Toni: "Der Militärflugplatz Zerbst" Extrapost -Verlag für Heimatliteratur Zerbst, 2002
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